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Die Deutschen kaufen zwar inzwischen verstärkt per Smartphone ein. Das mobile Einkaufserlebnis halten sie aber für verbesserungswürdig. Der Branchenverband Bitkom hat analysiert, woran es hakt.

Das Smartphone entwickelt sich für deutsche Verbraucher zu einem wichtigen Einkaufsinstrument. Shoppte 2014 erst jeder Fünfte (20 Prozent) mit dem Handy, ist es mittlerweile nahezu jeder Zweite (46 Prozent), ermittelte der Branchenverband im Rahmen einer Umfrage unter 1.152 Internetnutzern ab 14 Jahren, darunter 1.104 Online-Käufer. Vor allem die jüngere Generation geht mit dem Handy auf Einkaufstour. Von den 14- bis 29-Jährigen kaufen bereits drei von vier Befragten (76 Prozent) per Smartphone und ein Drittel (31 Prozent) per Tablet ein. Außerdem holen sich neun von zehn Smartphone-Shoppern mit ihrem mobilen Begleiter zumindest gelegentlich Kaufanregungen oder recherchieren zu einem Produkt (93 Prozent). 87 Prozent vergleichen per Smartphone Preise, 84 Prozent lesen regelmäßig oder manchmal Bewertungen.

Komplizierte Kaufprozesse kosten Kunden

Allerdings kam es bei acht von zehn Smartphone-Shoppern (79 Prozent) bereits zum Kaufabbruch am Smartphone – ob gewollt oder ungewollt. Fast drei von zehn Befragten (29 Prozent) verlassen den Warenkorb sogar häufiger. Gründe hierfür sind vor allem eine schlechte Internetverbindung (49 Prozent), Schwierigkeiten beim Bezahlvorgang (43 Prozent), eine wenig nutzerfreundliche Webseite (42 Prozent) oder ein Fehler auf der Webseite (32 Prozent). 37 Prozent vermissten die bevorzugte Bezahlmöglichkeit, 32 Prozent hatten letztlich nicht genug Vertrauen in den Anbieter und brachen den Kaufvorgang deshalb ab. „Wenn die Bedienbarkeit einer Webseite oder eines Online-Shops nicht zufriedenstellend ist, gibt es im Internet genug Alternativen, die nur einen Mausklick entfernt sind. Es gehört zum A und O eines jeden guten Händlers, seine Homepage und seinen Online-Shop bedienfreundlich, sicher und vor allem fehlerfrei zu gestalten – auch und vor allem für die mobilen Endgeräte“, analysiert Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder.

Insgesamt ist Online-Shopping ist in Deutschland inzwischen beliebter als das Einkaufen im Laden. 96 Prozent aller Internetnutzer ab 14 Jahren haben in den vergangenen 12 Monaten online eingekauft. Jeder Dritte (33 Prozent) davon bevorzugt den Einkauf per Mausklick. Lieber ins Ladengeschäft gehen 21 Prozent, keine klare Präferenz haben 46 Prozent der Befragten. Transparente Preise, eine größere Produktauswahl und die bequeme Lieferung machen Online-Shopping für viele attraktiver als den Einkauf im Ladengeschäft.