Alibaba sprengt am Singles Day 2017 alle Umsatzrekorde
(Credit: Alibaba)

Diese Woche in der Presseschau: Alibaba zeigt am „Singles Day“, wie innovativ Handel sein kann, Kim Kardashian verkauft mit Screenshop, Warby Parker verbessert die Gesichtserkennung, Hunkemöller kann Omnichannel u.v.m.

– CUSTOMER EXPERIENCE –

Alibaba: Der chinesische E-Commerce-Riese hat am „Singles Day“ am 11. November in Sachen Shop-Innovationen alle Register gezogen: Unter dem Motto „New Retail“ wurde nicht nur online verkauft, sondern auch verstärkt auf Mehrkanalfähigkeit gesetzt. Es gab Kooperationen mit 52 Shopping-Centern, in 60 Pop-Up-Stores kamen VR-Brillen zum Einsatz, 100.000 stationäre Filialen von Marken wurden kurzfristig zu „Smart Stores“ gewandelt, wo erstmals digitale Methoden wie Bezahlung durch Gesichtserkennung oder Scan-and-Deliver ausprobiert wurden, ein Online-Spiel namens „Catch the Cat“ sorgte für Traffic für die Alibaba-Plattform Tmall und über eine Online-Fashion-Show konnten die präsentierten Produkte auch gleich gekauft werden. Da sieht selbst Amazon irgendwie innovationsmüde aus. >>>Logistik-heute.de

Screenshop: Kim Kardashian hat eine neue App gelauncht, die es Instagram-Nutzern erleichtern soll, sich wie ihre Lieblingsstars zu kleiden. Nutzer können von jedem Bild mit einer Celebrity einen Screenshot machen und dann die Bildersuche in Screenshop anschmeißen. Die App zeigt dann eine Auswahl ähnlicher Klamotten mit Preis und Bestell-Link. >>>Mashable.com

Warby Parker: Die neuen Kamera-Funktionen des iPhone X sind für mehr nützlich als nur für personalisierte Emojis. Die Online-Brillenmarke Warby Parker nutzt die Technologie, um über die neueste iPhone-App die Gesichter von Kunden zu scannen und ihnen dann Gestelle zu empfehlen, die genau für ihre Gesichtsform passend sind. >>>Engadget.com

Get Now: Wenige Tage nach dem Start von Amazon Fresh in München ist in München und Berlin der neue Online-Supermarkt getnow.de an den Start gegangen. Die Kunden können ihren kompletten Einkauf online erledigen. Alle Waren werden auf Wunsch in nur 90 Minuten direkt an die Haustür geliefert. Kooperationspartner für alle Warenlieferungen ist METRO Cash & Carry Deutschland. >>>Pressemitteilung

Hunkemöller: Die Omnichannel-Strategie des Unterwäsche-Fachgeschäfts hat Chic. Worauf Hunkemöller-Chef Philip Mountford achtet und was die Kundinnen digital wollen, verrät er im Interview mit Etailment. >>>Etailment.de

dm: Ob Organisation oder Kommunikation: Die Drogeriemarktkette macht ernst mit der Digitalisierung und modernisiert das Unternehmen von der Zentrale bis zur Filiale. Wo es ruckelt und wo es rollt, hat Etailment.de analysiert. >>>Etailment.de

Amazon: Der E-Commerce-Riese startet mit dem Verkauf individualisierter Produkte in Deutschland. In den USA gibt es den Service unter dem Namen „Amazon Custom“ bereits seit September 2015. Mittlerweile sind rund eine Millionen Produkte individualisierbar. Wer als Händler Custom-Produkte anbieten will, benötigt einen professionellen Account und muss den Versand eigenständig abwickeln. >>>Beyond-Print.de

Amazon Fresh: Amazons Online-Supermarkt wird am Heiligen Abend keine Lebensmittel in Berlin und München zustellen. Ab dem 23. Dezember um 22.00 Uhr bricht auch für die Zusteller die stille Zeit an. >>>T-Online.de

Sparda-Bank Baden-Württemberg: Der größte Baufinanzierer in Baden-Württemberg bietet jetzt auch Baufinanzierungen per Videoberatung an – vom Erstgespräch bis zum Abschlussgespräch. Dabei treffen sich Kunde und Berater in einem geschützten virtuellen Raum. Der Kunde sieht die Graphiken und durchgerechneten Szenarien, als ob er mit dem Berater in denselben Monitor schauen würde. So schafft der Fachmann eine Beratungsqualität, die nahezu gleichwertig mit dem Besuch in der Filiale ist – mobil und ortsunabhängig. >>>Pressemitteilung

Adidas: Der Sportartikelhersteller hat eine neue AI-Shopping-App gelauncht. Kunden erhalten basierend auf ihren Stilvorlieben und ihrem Nutzungsverhalten personalisierte Produktvorschläge und inspirierende Inhalte. >>>The Drum

Asos: Der britische Modeversender hat für seine Kunden in Großbritannien und Frankreich einen Facebook-Chatbot gelauncht, der bei der Suche nach Weihnachtsgeschenken behilflich sein soll. Um die Unterhaltung spannend zu machen, stellt der virtuelle Helfer eher unerwartete Fragen wie „Welches Produkt würde am ehesten aus deiner Tasche fallen?“. Der Chatbot ist zunächst nur für die Vorweihnachtszeit engagiert, könnte aber bei Erfolg auch zu etwas Größerem werden. >>>Digiday.com

Rewe: Die Supermarktkette ist jetzt auch über Google Home per Sprache zu erreichen. „Caro“ heißt die Kochhilfe des Unternehmens. Sobald sie gestartet wird, sucht sie auf Wunsch nach Rezepten und liest Zutatenlisten vor. Googles Assistant hilft zusätzlich und prüft zum Beispiel die Garzeit. >>>Location Insider

Reisebüro Böhm: Der Spezialist für Kreuzfahrten lässt seine Kunden vor der Buchung die Schiffe auf virtuellem Weg erleben. Mithilfe von Virtual-Reality-Brillen können Kunden sich ein plastisches Bild vom Schiff, der Ausstattung, dem Angebot und der Reiseroute machen. >>>Pressemitteilung

Otto.de: Früher als geplant hat der Hamburger Versender Paydirekt in seinen Online-Zahlungsmix integriert. Laut Marc Opelt, Bereichsvorstand Marketing und Sprecher der Otto Einzelgesellschaft, überzeuge Paydirekt vor allem durch höchste Sicherheitsstandards. >>>Onlinehaendler-News.de

Hemden Meister: Hemden, nichts als Hemden – 40.000 verschiedene Modelle, dazu ein einzigartiger Kundenservice: Hemden Meister ist ein Paradebeispiel für Erfolg in der Nische. >>>Internetworld.de

Ann Taylor: Das US-Damenmodelabel hat einen Abo-Service gestartet. Für 95 US-Dollar im Monat können Abonnenten so viele Kleidungsstücke ausleihen, wie sie wollen (aber nur drei auf einmal) und diese so lange behalten, wie sie sie brauchen. Auch die Reinigung der Teile übernimmt die Brand. >>>Fashion United

PayPal: Der E-Payment-Anbieter macht das Geld-Sammeln leichter. Nutzer können künftig aus einem PayPal-Konto heraus eine MoneyPool-Webseite erstellen, sie nach dem Zweck benennen (Beispiel: „Geburtstagsgeschenk für Tante Frieda), den Zielbetrag definieren und anschließend alle möglichen Spender per E-Mail, SMS, WhatsApp oder Facebook benachrichtigen. >>>Onlinehaendler-News.de

ASFINAG: Die österreichische Autobahnen- und Schnellstraßen-Finanzierungs-Aktiengesellschaft hat ihre Autobahn-Vignetten digitalisiert. Von 1. Dezember an können die digitalen Mautprodukte im Webshop und in der ASFINAG-App bestellt werden. Allerdings ist dafür ordentlich Vorlauf nötig: Aufgrund des 14-tägigen Rückgaberechts ist die digitale Vignette erst 18 Tage nach dem Kauf gültig. >>>Pressemitteilung

Egmont: Das Verlagshaus hat seinen Online-Shop überarbeitet. Vor allem hohe Benutzerfreundlichkeit, schnellere Ladezeiten und eine optimierte Darstellung auf allen Endgeräten standen beim Relaunch im Fokus. Das Shopsystem läuft auf Basis von Magento. >>>DNV Online

Uber: Der Taxischreck hat offenbar einiges vor, um seine treuesten Kunden angemessen zu belohnen. Eine Reihe von Nutzern wurden zu einem mysteriösen „Priority Support“-Programm eingeladen. Damit haben Sie Zugang zu einer exklusiven 24/7-Kundenhotline und speziell geschulten Experten. >>>Mashable.com

UberEATS: „Was soll ich heute bloß zu essen bestellen?“ Bei dieser Frage will der Restaurantlieferdienst UberEATS seinen Kunden künftig mit mehr Personalisierungs-Features helfen. Jedes einzelne Restaurant kann künftig auf Basis der Kundenvorlieben die Gerichte in den Vordergrund stellen, die dem Geschmack des Kunden am ehesten entsprechen dürften. Darüber hinaus können Kunden ihre Lieblingsrestaurants favorisieren. Diese werden dann in den Suchergebnissen weiter oben angezeigt. >>>Pressemitteilung

BACKGROUND –

Click & Collect: Ist es ein „Offenbarungseid“ für die Online-Strategie von Media-Saturn, wenn 44 Prozent der Online-Bestellungen im Laden abgeholt werden oder hat Media-Saturn es geschafft, Online und Offline perfekt zu verweben und ist damit der wahre Held des E-Commerce und Omnichannels? Shopanbieter.de begibt sich auf Faktensuche. >>>Shopanbieter.de

Customer Centricity: Burberry, Sainsbury’s, Halfords, M&S und Mamas und Papas wollen alle künftig den Kunden mehr in den Mittelpunkt ihres Tuns stellen. Die Strategien sind allerdings komplett unterschiedlich. >>>Internet Retailing

Community Retail: In Japan untersuchte der Retailer Muji, ob es Unterschiede in den Verkaufszahlen von Möbeln gibt, wenn sie von Konsumenten entworfen waren oder aus dem eigenen Designzentrum stammten. Ergebnis: Im ersten Jahr nach der Produkteinführung waren die Verkaufserlöse der nutzergenerierten Objekte dreimal so hoch wie die aus der Designschmiede. Über die Jahre verstärkte sich dieser Effekt noch. Das und noch viel mehr müssen Retailer berücksichtigen, wenn sie in Zukunft überleben wollen. >>>wuv.de

Web-Weihnachten: Wie bekommen Shops ihre Logistik und die Prozesse rund um die letzte Meile in den Griff – und zwar zu einer Hochlastphase wie dem Weihnachtsgeschäft? Logistik-Kommunikations-Experte Parcellab hat sieben Tipps zusammengestellt. >>>Pressemitteilung

Web-Weihnachten: Der Logistiker DHL hat nach eigenen Worten noch nicht entschieden, ob am 24. Dezember noch Pakete ausgeliefert werden. Für Online-Händler heißt das: Wann der spätestmögliche Bestellzeitpunkt im Shop sein kann, ist auch noch völlig offen. >>>ZDF.de

Digitalisierung am POS: Digitaler PoS, Omnichannel, Marktplätze, Plattformen – an Digitalisierungsstrategien hat auch der stationäre Handel keinen Mangel. Bei dem Versuch, Amazon Paroli zu bieten, nutzt das alles wenig, wenn ein entscheidendes Element der Technologisierung geopfert wird. >>>Etailment.de

MARKTZAHLEN –

Web-Weihnachten: Dass Frauen ihre Weihnachtsgeschenke früher kaufen als Männer, ist eigentlich eine Binse. Die Hochschule für Oekonomie & Management hat trotzdem recherchiert und herausgefunden: 64,5 Prozent der Frauen kaufen ihre Präsente vor Mitte Dezember ein. Bei den Männern liegt der Anteil bei 50,9 Prozent. Am 23. und 24. Dezember kaufen nur noch 2,9 Prozent der Frauen, aber 8,7 Prozent der Männer Geschenke. >>>FAZ.net

Roboter am POS: Patrick Meyer, Doktorand an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, und die Unternehmensberatung Elaboratum haben die Akzeptanz von Robotern im Handel analysiert. Das Ergebnis: Vier von fünf Befragten hatten nach eigenen Angaben „viel“ oder sogar „sehr viel Spaß“ bei einer Unterhaltung mit einem menschlichen Roboter. >>>Handelsblatt.com