(Credit: Hugo Boss)

Diese Woche in der Presseschau: Hugo Boss digitalisiert das B2B-Geschäft, Rebecca Minkoff imitiert im Online-Shop Instagram, Bonprix will online inspirieren, Zalando lässt Adidas-Sneaker personalisieren, Amazon verlängert das Rückgaberecht u.v.m.

– CUSTOMER EXPERIENCE –

Hugo Boss: Der Metzinger Modekonzern verabschiedet sich im B2B-Handel von der Musterkollektion. In einem temporären digitalen Showroom können Einkäufer und Pressevertreter die Pre-Fall-Kollektion der Marke Hugo für 2018 einsehen. Statt einer kompletten Musterkollektion können sich die Kunden nur noch digital über alle Farb- und Kombinationsmöglichkeiten informieren. Das reduziere Komplexitäten und schaffe höchste Flexibilität, glaubt das Modelabel. Im kommenden Jahr soll das Konzept weltweit ausgerollt werden. >>>Fashion United

Rebecca Minkoff: Die Modemarke hat ihren Online-Shop überarbeitet – und sich dabei von den Instagram-Nutzungsgewohnheiten ihrer Kunden inspirieren lassen. „Für Millenials und die Gen Z ist die Instagram-Suche die neue Google-Suche“, erklärt Rebecca-Minkoff-CEO Uri Minkoff. Und wer über Instagram im Webshop lande, erwarte dort ein nahtloses Einkaufserlebnis. Aus diesem Grund kooperiert Minkoff mit der Earned-Content-Plattform Olapic, um den Community-Content in den eigenen Shop zu integrieren und den Instagram-Feed über einen Link in der Bio kaufbar zu machen. >>>Glossy.co

Bonprix: Seit 20 Jahren ist Bonprix mit einem eigenen Online Shop in Deutschland vertreten. Die Basisanforderungen hat das Unternehmen inzwischen im Griff. Jetzt geht es an die Kür. Vor allem Mode in harte Produktdaten zu packen, ist eine Herausforderung. >>>Internetworld.de

Zalando: Bei dem Berliner Modeversender können Kunden nun individuelle Sneaker aus dem Adidas-Sortiment gestalten. Möglich macht das die Adidas-Lösung „Mi Adidas“. Der Sportartikel-Hersteller bietet die Personalisierungs-Lösung bereits seit längerem im eigenen Shop. Bei Zalando wird das Tool „Mi Adidas“ aber nur für kurze Zeit verfügbar sein. >>>Etailment.de

Amazon: Alle Jahre wieder verlängert der E-Commerce-Riese die Rückgabefristen für Weihnachten. Wer ab sofort bestellt, kann seine Pakete bis zum 31. Januar 2018 wieder zurückgeben. >>>Mobiflip.de

Amazon: Während andere Onlinehändler bereits seit einigen Jahren die Null-Prozent-Finanzierung für Käufe anbieten, hielt sich Amazon dabei bisher zurück. Doch nun testet der Online-Händler für seine eigene Hardware neue Finanzierungsmöglichkeiten. Der Amazon Echo beispielsweise kann in fünf Monatsraten bezahlt werden. >>>Mobiflip.de

Amazon Echo: Mit Oprah Winfrey zieht die erste Promi-Stimme auf dem Echo ein – allerdings nur im Rahmen einer Shopping-Promotion zwischen Oprah’s Zeitschrift „O“ und Amazon. Die ehemalige Talkshow-Queen will Alexa-Nutzern helfen, ihre Lieblingsprodukte zu Weihnachten zu finden. >>>Kontakter.de

Asos: Der britische Modeversender springt auf den „Try-before-you-buy“-Zug (vulgo: Rechnungskauf) auf. Kunden aus Großbritannien, Deutschland, Österreich, Schweden, Finnland und Norwegen können Produkte online bestellen und in Ruhe zuhause anprobieren und bezahlen anschließend nur das, was sie behalten. Kooperationspartner ist Klarna. Allerdings ist der Service nur für Kunden verfügbar, die über die mobile App kaufen. >>>The Drum

Amazon: Der E-Commerce-Riese hat ein neues Augmented-Reality-Feature in seine App integriert. Damit können Kunden Produkte bereits virtuell in ihrer eigenen Umgebung begutachten, bevor sie sie online bestellen. >>>Mashable.com

Amazon Fashion: Der E-Commerce-Riese arbeitet mit Hochdruck daran, die erste Mode-Anlaufstelle in Europa zu werden. „Im Moment konzentrieren wir uns darauf, unseren Kunden ein gutes Online-Erlebnis in Bezug auf Amazon Fashion zu bieten“, erklärt Frances Russel, Vice-President Amazon Fashion Europe, gegenüber Capital.de. Man investiere beispielsweise viel Zeit und Energie in Produktfotos, so dass die Kunden so viele Informationen wie möglich über die Ware haben, bevor sie sie bestellen. >>>Capital.de

Bobby Brown: Die Kosmetikmarke lässt Nutzerinnen über das Internet die neuesten Schminkprodukte ausprobieren. Mithilfe der Augmented-Reality-Technologie von ModiFace soll ein ähnliches Einkaufserlebnis wie auf den Ladenflächen erzeugt werden. Dem Lösungsanbieter zufolge lassen sich die Konversionsraten auf der Produktdetailseite so um bis zu 84 Prozent steigern. >>>WWD.com

Patek Philipp: Die Luxusuhrenmarke hat es mit der Digitalisierung noch immer nicht eilig. „Selbst das Papier unserer Kataloge kann man mit einer Homepage nicht ersetzen“, ist Chef und Eigentümer Thierry Stern überzeugt. Online-Shopping mache nicht glücklich und zerstöre Jobs. „Das Internet kann nüchtern erklären, katalogisieren, vergleichen. Aber wir reden hier ja auch über Freude“, so Stern im Interview mit dem „Handelsblatt“. Seiner Meinung nach sitzen Kunden auch künftig lieber in einer eleganten Boutique, wo sie gut beraten werden und bei einem Gläschen Champagner mit kundigem Personal fachsimpeln. >>>Handelsblatt.com

Best Buy: Die US-Elektronikfachmarktkette hat einen Skill für Amazons Alexa entwickelt. Per Sprachbefehl lassen sich der Tagesdeal sowie ein limitiertes Sortiment an Fernsehgeräten und anderen Elektronikartikeln bestellen. Dass ausgerechnet der Wettbewerber jetzt über Amazon verkauft, war sogar Amazon-Gründer Jeff Bezos eine Mitteilung auf Twitter wert. >>>Esellercafe.com

Picture This Clothing: Die User-Experience-Expertin Jaimee Newberry hat sich von ihrer Tochter zu einer Startup-Idee inspirieren lassen. Sie verwandelt gemalte Kleidungsstücke in echt tragbare Mode – und erwirtschaftete damit in nur einem Jahr über 750.000 US-Dollar Umsatz. Der Schlüssel zum Erfolg ist die richtige Software. >>>Fast Company

– BACKGROUND –

Augmented Reality: Fast schon wie Anfassen. Die jüngsten Lösungen für Augmented Reality könnten dem Handel die letzten Hoffnungen auf die Romantik der Haptik rauben. Mit dem ARKit von Apple zeigt vor allem Amazon, wie elegant und ubiquitär sich AR für die Produktpräsentation nutzen lässt. Aber auch andere Händler sind bereit, dem Kunden eine erweiterte Einkaufsrealität zu bieten. >>>Etailment.de

Chatbots: Chatbots sollen die Zufriedenheit im Kundenservice steigern und Geld sparen. Erste Tools helfen Händlern, die digitalen Roboter nach ihren Vorstellungen selbst zu kreieren. >>>Online PC

Kundenservice: Viele KMUs können sich technische Kundenservice-Optionen wie interaktive Sprachsysteme, Chatbots oder Roboter nicht leisten. Doch es gibt auch budgetfreundlichere Möglichkeiten, Kunden wie Könige zu behandeln. „E-Commerce-Times“ hat sechs davon zusammengetragen. >>>E-Commerce Times

Mobile Payment: Wer in der Schweiz mobil verkaufen möchte, sollte sich den neuen Mobile-Payment-Anbieter Twint genauer anschauen. Mit einer halben Million registrierten Nutzern wird Twint Unternehmensangaben zufolge drei Mal mehr genutzt als andere Mobile-Payment-Lösungen zusammen. >>>Finanz und Wirtschaft

E-Commerce-Trends: Künstliche Intelligenz wird 2018 eines der beherrschenden Themen im Digital Commerce. KI dürfte, darin sind sich viele der von „Etailment“ befragten Experten einig, im kommenden Jahr einen gewaltigen Schub erleben. Doch die Fachleute aus Handel, Agenturen und Dienstleistungsbranche haben auch Trends auf dem Radar, die noch für Überraschungen sorgen könnten. >>>Etailment.de

Innovationsmanagement: Mit immer neuen Angeboten greift Amazon auf diversen Märkten an, der Tech-Riese ist berüchtigt für seine Innovationskultur. Doch wie funktioniert die eigentlich? >>>Gründerszene.de

Künstliche Intelligenz: Stitch Fix ist ein prominentes, aber keineswegs das einzige Beispiel für den Einsatz selbstlernender Algorithmen im E-Commerce. Tatsächlich wird schon eine ganze Menge an Entscheidungen von klugen Computerprogrammen gesteuert, ohne das Kunde etwas davon mitbekommt. >>>Shopanbieter.de

MARKTZAHLEN –

Customer Experience: Schlechter Kundenservice und komplizierte Prozesse beim Online-Shopping sorgen für Unzufriedenheit bei deutschen Verbrauchern: Zwei von drei deutschen Shoppern fühlen sich von ihren Händlern unverstanden, zeigt der aktuelle Connected Shoppers Report“ von Salesforce. >>>ibusiness.de

Mobile Commerce: In den USA wird im diesjährigen Weihnachtsgeschäft die Internet-Nutzung über Mobile erstmals die via Desktop-PCs überholen, prognostiziert Adobe. Allerdings werden über Desktops noch immer 66 Prozent der Umsätze generiert. >>>TechCrunch.com

E-Commerce-Logistik: Nur fünf Prozent aller Prime-Abonnenten wollen definitiv Amazons neue Logistiklösung „Amazon Key“ kaufen. Damit können US-Kunden über ein smartes Türschloss und eine Kamera dem Zusteller kurzfristig die Tür zu ihrem Zuhause öffnen. Die Ablehnung allerdings überwiegt: 58 Prozent der Prime-Kunden werden die Lösung „definitiv nicht“ kaufen, zeigt eine Umfrage von Recode. >>>Recode.net