Ikea-Fahnen
(Credit: Inter IKEA Systems B.V.)

Diese Woche in der Presseschau: Ikea gibt in Sachen Digitalisierung Vollgas, Primark gibt E-Commerce-Zurückhaltung auf, Intersport digitalisiert die Filialen, La Perla testet Try & Buy und Adidas verpatzt seinen Ebay-Auftritt.

– CUSTOMER EXPERIENCE –

Ikea: Vom Saulus zum Paulus scheint sich der digitale Handel für Ikea gewandelt zu haben. Nachdem man dem Kunden jahrelang alle möglichen Steine in den Weg schmiss, um ihn vom Online-Kauf abzuhalten, wird jetzt mit Vollgas der Weg Richtung Digitalisierung frei gemacht. Die Schweden wollen das Internet der Dinge für sich nutzen, ihre Ladengeschäfte virtuell begehbar machen und fördern im Ikea Bootcamp junge Startups, die Technologien wie 3D-Druck, Chatbots oder Lieferdrohen für Ikea nutzbar machen sollen. >>>t3n.de

Primark: Nicht nur Ikea denkt in Sachen Digitalisierung um, auch der Modediscounter Primark will künftig nicht mehr total auf digitale Umsatzpotenziale verzichten. Kunden sollen einen Online-Shop bekommen. Die bestellte Ware müssen sie aber selber abholen. >>>Textilwirtschaft.de

Intersport: Mit allen Sinnen will Intersport künftig seine Kunden ansprechen. Ob diese die moderne Technik im Laden auch wollen, wird gerade in Berlin getestet. Etailment hat sich eine dieser Pilotfilialen angesehen und die neue Form des Verkaufens ausprobiert. >>>Etailment.de

La Perla: Die Luxusmarke versucht sich an „Try and Buy“. Im Online-Shop der Wäschemarke kann man sich Produkte im Wert von bis zu 5000 Pfund (rund 5600 Euro) in den Wagenkorb legen. Zwei Tage darf man sie behalten, dann wird wahlweise retouniert – oder mit der hinterlegten Kreditkarte bezahlt. >>>Welt.de

Adidas: Der Ebay-Auftritt des Sportartikelherstellers ist mal so richtig misslungen, findet Wortfilter.de-Blogger Mark Steier. Und auch die Kundenbewertung von 98,4 Prozent sei ein Anlass, sich zu schämen. >>>Wortfilter.de

Zalando: Der Berliner Modeversender stellt seine Mobile App „Fleek“ ein. Gründe wurden nicht genannt. Im iTunes-Store heißt es lediglich: „Zeit, Tschüss zu sagen. Und Danke für die tolle Zeit! Die Fleek App macht Winterschlaf und wird erst einmal abgeschaltet.“ Mit der App sollten Fashionistas die Lieblings-Outfits angesagter Influencer und die neuesten Fashion-Trends shoppen können. >>>Exciting Commerce

Siccas Guitars: Teure klassische Gitarren sind nicht gerade ein Online-Massenmarkt. Mit vielgeklickten YouTube-Videos nutzt Siccas Guitars die Chancen im Netz jedoch vorbildhaft. >>>Internetworld.de

Parador: Der Bodenhersteller wagt nach seinem verpatzten E-Commerce-Start 2014 einen neuen Start in den Online-Vertrieb. Weil sich damals die Handelspartner vehement gegen den Online-Direktvertrieb zur Wehr setzten, werden sie dieses Mal miteinbezogen. >>>Baumarkt-manager.de

Swiss: Die Airline will ihre Fluggäste im kommenden Jahr mit neuen digitalen Services beglücken. Einer davon ist ein Chatbot, der die Passagiere auf ihrer Reise begleiten und unterstützen soll. Im Fall von Flugunregelmäßigkeiten können diese ihren Flug darüber beispielsweise selber umbuchen. >>>Persoenlich.com

Asos: Same Day Delivery scheint bei den Asos-Kunden gut anzukommen. Deswegen bietet der britische Modeversender diesen Service ab sofort auch in Leeds und Manchester an. Weitere Städte sollen folgen. >>>CEP Research

WeChat Pay: Chinesische Touristen können ab sofort in Deutschland auch mit WeChat Pay – dem Bezahldienst des chinesischen Messenger-Dienstes WeChat – bezahlen. Damit können deutsche Shops auf die immer relevantere Zielgruppe von chinesischen Kunden eingehen. >>>Internetworld.de

Dive.tv: Das Start-up Dive.tv möchte das Fernsehen verändern. Eine neue Smart TV-Anwendung soll den Zuschauern Zusatzinfos bieten und ihnen neue Shopping-Möglichkeiten eröffnen. >>>Internetworld.de

BACKGROUND –

Trends am POS: Personalisierung, Interaktion, Checkout: Der Laden wird langsam aber sicher digital. Wenn auch noch nicht alle Händler so weit sind, die Kunden akzeptieren die Technologien immer öfter. >>>Etailment.de

E-Commerce-Site-Design-Trends 2018: Neue Technologien und ein verändertes Nutzerverhalten verändern Online-Shops jedes Jahr. PracticalEcommerce hat die fünf wichtigsten Design-Trends 2018 analysiert. >>>Practicalecommerce.de

Online-Ladezeiten: Die Mobile-Marketing-Association-Germany (MMA) und Google haben eine neue Initiative zur Geschwindigkeit von mobilen Websites ins Leben gerufen. Ab sofort veröffentlichen sie quartalsweise so genannte Mobile-Speed-Leaderboards. Diese vergleichen die Geschwindigkeit mobiler Webseiten bekannter Anbieter. >>>t3n.de

Verkaufspsychologie: Beim Verkaufen kommt es von jeher vor allem auf Psychologie an. iBusiness erklärt im E-Book „Psychologie im E-Commerce“, wie man mit dem eigenen Online-Shop auf der emotionalen Ebene überzeugt und die notwendigen rationalen Argumente dazu liefert.  >>>ibusiness.de

MARKTZAHLEN –

Customer Centricity: Social Media, digitale Kommunikation, E-Commerce: Die Digitalisierung wälzt die klassischen Kundenbeziehungen grundlegend um. Laut einer aktuellen Studie im Auftrag von Adobe haben die meisten Marketingverantwortlichen Mühe, mit den Veränderungen Schritt zu halten. 75 Prozent der Marketer verstehen ihre Kunden nicht mehr. >>>Horizont.net

Shopping-Frust: Ein neues Whitepaper des EHI sagt etwas über die Probleme aus, auf die Kunden bei ihren Einkäufen im stationären Handel treffen. Was trübt die Shopping-Lust und bereitet Frust? >>>Location Insider