(Credit: Nike)

Diese Woche in der Presseschau: Karstadt testet digitale Schaufenster, HSE24 lotet Curated Shopping aus, Nike verkauft auf Snapchat, Gerry Weber plant eine Mobile-Only-Marke und Wish mausert sich zum Super-Marktplatz.

– CUSTOMER EXPERIENCE –

Karstadt: In Deutschlands fortschrittlichster Karstadt-Filiale in Düsseldorf gibt es ab sofort ein digitales Schaufenster. Darüber können Kunden rund um die Uhr per Touchbedienung einkaufen oder sich das Angebot des Warenhauses ansehen. Die Technik dahinter liefert POSeidon Digital aus Freiburg. Erste Ergebnisse sind vielversprechend. Laut Karstadt-Projektleiter Carsten Maeskes lassen sich mehrere hundert Kunden pro Tag am digitalen Schaufenster inspirieren und gehen anschließend entweder in das Geschäft oder übertragen den Warenkorb per „Beam Basket“ auf ihr Smartphone, um den Einkauf auf einem vertrauten Gerät abzuschließen. >>>Pressemitteilung

Gerry Weber: Das Modeunternehmen plant unter dem Namen „Gr[8]ful“ eine Mobile-Only-Marke. Wir sind neu, stets inspirierend und online only“ heißt es erklärend auf der Website, gr8fulfashion.com. >>>Fashion United

HSE24: Der Home-Shopping-Sender steigt ins Curated Shopping ein. Mit der neuen „Stylingbox“ sollen Kunden mit individuellen Outfit-Ideen ein persönliches Shopping-Erlebnis bekommen. >>>Neuhandeln.de

Sixt: Bei der Nutzerfreundlichkeit ihrer Website hat die Autovermietung noch Luft nach oben, ergab der UX-Check von UDG für die W&V. Die Markendarstellung hingegen ist gelungen. >>>wuv.de

TAKKT: Die TAKKT Beteiligungsgesellschaft, 100-Prozent-Tochter der TAKKT AG, hat sich als neuer, strategischer Investor an Odoscope beteiligt. Das junge Technologie-Start-up aus hat eine Software-Engine entwickelt, die vollautomatisiert und in Millisekunden auch anonymen Nutzern auf sie personalisierte Inhalte so auf Webseiten und anderen digitalen Touchpoints präsentiert, dass unternehmensspezifische Vorgaben optimiert werden können. >>>per Mail

Nike: Die Schuhmarke verbündete sich mit Snap, Shopify und Darkstore, um den neuen Sportschuh „Air Jordan III Tinker“ exklusiv auf Snapchat zu verkaufen. Direkt nach dem NBA All-Star-Game konnten Besucher der „Jumpman All-Star After-Party“  einen exklusiven Snap-Code scannen und bekamen die Schuhe noch in derselben Nacht geliefert. Innerhalb von 23 Minuten waren alle Schuhe ausverkauft. Es ist das erste Mal, dass über Snapchat andere Produkte als die von Snap selbst vertrieben werden. „Das ist der Heilige Gral der Experience, die Nike beabsicht – Direktlieferung an den Endkunden und das Same Day. Der Snap-Code bietet ein neues Paradigma für den Handel“, so Darkstore-CEO Lee Hnetinka. >>>TechCrunch.com

Wish: Die Shopping-App hängt derzeit den deutschen Handel ab. Ihr Siegeszug scheint kaum zu bremsen – obwohl sie für Nutzer durchaus Gefahren birgt. >>>Wiwo.de

eBay: Ebay-Chef Devin Wenig will die Suche nach den gewünschten Artikeln auf der Plattform weniger komplex für die Nutzer gestalten: Statt von der gesamten Fülle der aktuellen Angebote förmlich erschlagen zu werden, solle den Nutzern eine Auswahl der relevantesten Suchergebnisse angeboten werden. Als Beispiel nannte er die Suche nach einem iPhone: Statt Tausende von aktuellen Suchergebnissen einzublenden, könne nach dem neuen Suchalgorithmus dem suchenden Kunden nur eine Handvoll Ergebnisse präsentiert werden – so im Fall des Beispiels das jeweils günstigste neue, gebrauchte und generalüberholte iPhone, sowie das günstigste Smartphone einer konkurrierenden Marke. Das erlaube einen schnelleren Überblick und eine gezieltere Auswahl. >>>Internetworld.de

Wayfair: Der Möbelhändler experimentiert mit Facebooks neuem 3D-Posting-Feature. So können Kunden Möbel fast so betrachten, als stünden sie in einem Möbelhaus. >>>Retailtechnology.co.uk

Walmart: Der US-Einzelhandelsriese will künftig verstärkt Möbel online verkaufen. Eine komplett redesignte Website soll in wenigen Wochen online gehen. Damit will das Unternehmen Konkurrenten wie Target, Amazon, Wayfair, Stanley Furniture, Ikea und La-Z-Boy auf Abstand halten. >>>CNBC

Amazon: Amazons Supermarkt ohne Kassen erobert weiteres Terrain. Nach der Eröffnung der ersten Filiale in Seattle sollen zügig mindestens sechs weitere Filialen eröffnet werden. Standorte sollen Seattle und Los Angeles werden. >>>Re/Code

Airbnb: Der Hotelschreck will künftig „Supergäste“ stärker an sich binden: Bis Ende 2018 soll ein Treueprogramm auf den Weg gebracht werden. >>>Onlinehaendler-News.de

– BACKGROUND –

Omnichannel: 46 Prozent aller Kunden würden sich im Laden gekaufte Ware gerne nach Hause liefern lassen, zeigt eine aktuelle Bitkom-Studie. 43 Prozent ist zudem WLAN im Geschäft wichtig. 35 Prozent wünschen sich Echtzeit-Informationen auf dem Smartphone über Produktverfügbarkeiten im Ladengeschäft. >>>Pressemitteilung

Everywhere Commerce: Der klassische Webshop für den PC ist zwar so lange nicht tot, so lange es PCs gibt. Doch durch neue Geräte und Services wie Wearables, Buy Buttons, Virtual Reality, Connected Cars oder das Internet der Dinge wird die Welt des Shoppings immer komplexer. „Location Insider“ zeigt in seinem Whitepaper „Jenseits des Webshops“, wie Händler, Brands und Hersteller Chatbots, Voice & Co einsetzen und sich so von der traditionellen Webshop-Fokussierung lösen können. >>>Location Insider

Everywhere Commerce: Sich auf den klassischen Webshop allein zu verlassen, reicht in der heutigen Zeit nicht mehr aus, findet zumindest commercetools-CEO Dirk Hörig. Microservices helfen Anbietern, sehr schnell dort präsent zu sein, wo der Kunde sich aufhält – seien es Chatbots, IoT-Devices, soziale Netzwerke, Voice Devices oder Wearables. >>>Internetworld.de

Mobile Commerce: Obwohl sich das Smartphone als Fernbedienung des Alltags längst etabliert hat, ist der Mobile-Anteil am gesamten Einzelhandelsumsatz noch immer erstaunlich gering. Scott Voigt von der US-Agentur Full Story ist der Meinung, dass der Einkauf per Smartphone eine Überarbeitung braucht. Zu oft sei der mobile Shop das schlechte Abfallprodukt der Desktop-Version. >>>MobilePaymentsToday.com

Mobile First: Im E-Commerce lässt sich der deutsche Handel von Amazon die Butter vom Brot nehmen. Im App Commerce sind ausländische Anbieter wie Wish oder AliExpress bereits zur Gefahr geworden, findet Gerrit Heinemann, Leiter des eWeb Research Center an der Hochschule Niederrhein. Auf Internetworld.de erklärt er, wieso. >>>Internetworld.de

YouTube-Shopping: Mit Werbung auf YouTube können Unternehmen eine enorme Reichweite erzielen und ihre Markenbekanntheit stärken. Wer den Blick auf die reine Performance, also auf Conversions, richtet, der wird hier meist enttäuscht. Es gibt allerdings ein Format auf YouTube, dass auch die performance-orientierten Marketer glücklich macht: die TrueView für Shopping-Kampagnen. >>>Internetkapitäne

VR: Auf der EuroCIS präsentiert der Digital-Signage-Dienstleister Xplace erstmals eine virtuelle Waschmaschine von Miele. Per Touch können Betrachter die verschiedenen Funktionen der Maschine aktivieren und so live erleben. Gedacht ist das Projekt als Beispiel für Image- und Markenkommunikation in den Stores. >>>Location Insider

– MARKTZAHLEN –

Online-Möbelhandel: Einer Marktstudie zufolge sollen die Online-Umsätze der deutschen Möbelbranche bis 2020 jährlich um durchschnittlich 14 Prozent wachsen. Der stationäre Handel bleibt aber vorläufig das wichtigste Standbein der Branche. >>>t3n.de

Wearables: Wearables sind weiter auf dem Vormarsch. Das zeigt eine aktuelle Umfrage von Mastercard. Danach stehen 24 Prozent der Europäer kontaktlosen Zahlungen mit Smartwatch, Armband, Schlüsselanhänger oder anderen Wearables aufgeschlossen gegenüber. >>>Horizont.net