(Credit: Unternehmen)

Norddeutschlands größtes Shopping-Center stellt sich der digitalen Transformation, Adidas digitalisiert das B2B-Geschäft, L’Oréal investiert in Augmented Reality, gleich drei große Online-Händler beschäftigen sich mit visueller Suche u.v.m.

– CUSTOMER EXPERIENCE –

Dodenhof: Norddeutschlands größtes Shopping-Center hat die Wende zur digitalen Transformation eher spät eingeleitet. Doch dafür rüstet sich das Einzelhandelsunternehmen nun mit umso mehr Akribie für die Zukunft und schwört dabei auf ganz bestimmte Elemente und Prozesse. Übrigens: Der Betreiber dieses Blogs, Kommerz, war für das komplette User Interface verantwortlich.  >>>Etailment.de

Adidas: Der Sportausrüster digitalisiert jetzt auch im B2B-Segment. Das Unternehmen baut eine digitale Order-Plattform namens „Click“, wo Kunden Daten herunterladen, sich informieren, Aufträge hinterlassen und deren Status abfragen können. Mit dem „Virtual Reality Sell-In Tool“ arbeitet Adidas zudem an einer neuen digitalen Form der Warenpräsentation, mit der Showrooms für Einkäufer ersetzt werden sollen: B2B-Kunden können Produkte dann in hochauflösender 3D-Qualität in einer virtuelle Welt betrachten, vom Regal nehmen oder um 360 Grad drehen. >>>ISPO.com

Amazon: Prime-Kunden von Amazon können Produkte künftig auch in Deutschland und Österreich über einen virtuellen Dash Button bestellen. Doch kaum ist das neue Angebot da, macht sich auch schon wieder Ärger breit: Die Verbraucherzentrale will nun prüfen lassen, ob die virtuellen Buttons wie ihre physischen Pendants deutsches Recht verletzen. >>>Winfuture.de

Migros: Im Vergleich zu deutschen oder auch manch europäischem Handelsunternehmen liegt die Schweizer Genossenschaft Migros in Sachen Digitalisierung weit vorne. Self-Scanning, Kundenkarte, Migros App, Pickup Service oder Ernährungscoach – alles am Start. Kann so ein „Bauchladen“ ein erfolgreich vernetztes Konzept sein? >>>Etailment.de

L’Oréal: Der Kosmetikhersteller hat den Augmented-Reality- und AI-Spezialisten ModiFace übernommen. Mit dessen Hilfe will das Unternehmen sein Digital-Angebot um innovative Technologien für ein besseres Schönheitserlebnis ausbauen. Mit Marken wie Estée Lauder und Sephora hat ModiFace bereits Features wie virtuelle Makeups entwickelt. >>>The Drum

Ikea: Das schwedische Möbelhaus nutzt die visuelle Suche von GrokStyle. Die Technik, mit der Kunden ihre Kamera auf einen Einrichtungsgegenstand halten und dann ähnliche Produkte im Ikea-Sortiment finden können, soll in die Ikea-AR-App integriert werden. >>>TechCrunch

eBay: Visuelle Suche ist auch bei eBay en vogue. Jetzt hat der Online-Marktplatz das Feature „Shop the Celebrity Look“ gelauncht. Künstliche Intelligenz analysiert Bilder, die der Nutzer hochlädt – und spuckt passende Produktvorschläge dazu aus. >>>Tamebay

Asos: Der dritte im Bunde, der auf visuelle Suche setzt, ist in dieser Woche Asos. Der britische Modeversender rollt seine Bildersuche „Style Match“ nach ersten Gehversuchen in Großbritannien nun für alle 16 Millionen Nutzer seiner iOS- und Android-App aus. Mit dem Feature können Nutzer Fotos von Produkten machen, dieses hochladen und dann das Asos-Sortiment nach ähnlichen Produkten durchsuchen. >>>Engadget.com

Zara: Der spanische Modehändler will das Abholen von Online-Bestellungen in Filialen automatisieren. Dazu sollen Roboter die Pakete der Kunden im Lager heraussuchen. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)

Mazda: Mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz hat die Wiener Digital-Kreativagentur ein Werbeformat für den Autohersteller Mazda entwickelt, das User-Bilder nicht nur erkennt, sondern auch individuell darauf reagiert. >>>Horizont.at

Amazon Go: Unter der Bezeichnung „Amazon Go“ testet der US-amerikanische Versandriese seit einem guten Jahr in Seattle ein neues Stationärkonzept, das völlig ohne klassische Kassensysteme auskommt. Jetzt hat Stephan Tromp – der stellvertretende Hauptgeschäftsführer vom Handelsverband Deutschland (HDE) – die Chance genutzt und sich bei einer US-Reise einmal ausführlich vor Ort im Amazon-Store umgesehen. >>>Neuhandeln.de

– BACKGROUND –

Sprachassistenten: Alexa, Siri & Co. werden zumindest in der Modebranche wohl nicht so schnell zum persönlichen Einkaufsberater werden, glaubt Joey Moore vom Software-Hersteller Episerver. Allerdings könnten die Sprachassistenten insofern beim Einkauf unterstützen, indem sie auf Zuruf Produktbewertungen zu bestimmten Produkten ausplaudern. >>>Glossy

Sprachassistenten II: Amazon hat Alexa in den USA einen neuen Follow-Up-Modus spendiert. Künftig kann die digitale Assistentin mehrere Befehle hintereinander ausführen, ohne dass der Nutzer sie jedes Mal mit ihrem Namen aktivieren muss. Voraussetzung ist, dass die Aufforderungen zügig aufeinander folgen. >>>Mobiflip.de

Instore-Technology: Moderne Technik ändert den Einkaufsbummel: Bald können Kunden die Ware im virtuellen Raum ausprobieren – und mit einem Wisch Kleidungsstücke auf den eigenen Körper projizieren. >>>Spiegel.de

Social Commerce: Das Foto-Netzwerk Pinterest bietet Unternehmen und Verlagen die Möglichkeit, Kunden und Leser aus den analogen Markenwelten auf ihre Pinterest-Seiten zu lotsen – um von dort aus E-Commerce und den Traffic auf den eigenen Websites zu befeuern. Warum dieser Umweg? >>>Horizont.net

Augmented Reality: Bose hat auf der South by Southwest Konferenz (SXSW) in Austin ein Konzept für eine AR-Brille vorgestellt. Diese registriert, was ein Nutzer sieht und erweitert dies durch hörbare Informationen. >>>Mobilegeeks.de

– MARKTZAHLEN –

B2B: 84 Prozent der Baufirmen weltweit gehen davon aus, dass sie ihr gesamtes Produktportfolio in Zukunft auch online verkaufen werden. Das zeigt eine aktuelle Studie von Sana Commerce. Auf dem zweiten Platz folgt die Elektronikindustrie mit 72 Prozent; Schlusslicht ist die Automobilindustrie mit lediglich 60 Prozent. >>>Pressemitteilung

Customer Experience: Wie sehen die Wünsche der deutschen Verbraucher beim Shopping aus, was kaufen sie im Laden oder im Netz und wo sich für Händler großes Potenzial verbirgt – Antworten auf diese und viele Fragen mehr bietet der niederländische Payment-Anbieter Adyen in seinem aktuellen Retail Report 2018. >>>Onlinehändler-News.de

Online-Payment: 41 Prozent der deutschen Online-Shopper bevorzugen laut einer Umfrage den Kauf auf Rechnung, auf Rang zwei folgt Bezahldienst Paypal. Das geht aus einer am Montag veröffentlichten Umfrage des Kölner Handelsforschungsinstituts ECC hervor. >>>Heise.de