(Credit: Eataly)

Heute in der Presseschau: Zalando investiert Millionen in bessere Customer Experience, Audi verkauft Gebrauchte im Netz, das Musikhaus Thoman führt eine Live-Videoberatung ein, Galeria Kaufhof lässt sich von Pokémon Go inspirieren und Vodafone trackt den Techniker.

– CUSTOMER EXPERIENCE –

Zalando: Der Berliner Modeversender will in den kommenden eineinhalb Jahren einen zweistelligen Millionenbetrag in neue Technologien investieren. Hierzu gehören unter anderem eine künstliche Intelligenz, eine Zalando-App mit Sprachsteuerung und ein neues Logistikzentrum. Auch die Zusammenarbeit mit Influencern soll ausgebaut werden. >>>Handelsblatt.com

Audi: Der Ingolstädter Autobauer hat sich von seiner digitalen Lead-Agentur SinenrSchrader eine Plattform für den Online-Verkauf von Gebrauchtwagen entwickeln lassen. Darüber können Nutzer erstmals einen wunschgerechten Audi finden und den Kauf unmittelbar und ausschließlich online abwickeln. SinnerSchrader und Audi folgten Unternehmensangaben zufolge im gesamten Prozess „kompromisslos einer auf den User fokussierten Entwicklungsphilosophie“. >>>Pressemitteilung

Musikhaus Thomann: Europas größtes Musikhaus führt eine Live-Videoberatung ein. Über Browser und Mikrofon können Kunden mit Kollegen aus der Filiale in Treppendorf interagieren und sich Instrumente und Equipment von den Produktexperten präsentieren lassen. >>>Thomann-Blog

Galeria Kaufhof: Die Warenhauskette hat sich bei Pokémon Go abgeguckt, wie sich Kunden mithilfe von Augmented Reality instrumentalisieren lassen. Wer sich die Kaufhof AR-App herunterlädt und in den Filialen virtuelle Waldtiere aufspürt und zum Leben erweckt, kann an einem Gewinnspiel teilnehmen und zehn 500-Euro-Gutscheine sowie viele Sofortgewinne abräumen. >>>Location Insider

Toom: Die Baumarktkette arbeitet an einem Online-Shop mit Versandlösung. Zunächst will die Rewe-Tochter aber noch ihr Click-&-Collect-Angebot ausbauen. Grund seien Schwierigkeiten bei der Integration der Systeme. >>>ibusiness.de

Vodafone: Wer auf einen Vodafone-Techniker wartet, soll künftig auf einer Karte genau nachverfolgen können, wo sich dieser gerade befindet. „MyTechie“ heißt der Dienst, der im Vodafone-eigenen Startup crvsh entstanden ist – und MyTaxi zum Vorbild hat. Ein Test mit 200 Kunden soll mit 100 Prozent Kundenzufriedenheit und keinen Fehlterminen erfolgreich verlaufen sein. >>>Welt.de

Hirmer: Der Modehändler hat für seine drei Marken Hirmer, Eckerle und Hirmer Große Größen Shopping-Apps gelauncht. Mit den mobilen Anwendungen erhalten Nutzer einen Überblick über das gesamte Sortiment, individuelle Styling-Empfehlungen und News aus ihrer Wunschfiliale. Ausgewählte Artikel können direkt mobil bestellt werden. Auch der aktuelle Status des letzten Einkaufs und die Bestellhistorie sind über die App einsehbar. Die verantwortliche Agentur APPSfactory hat die mobilen Anwendungen als hybride Apps entwickelt, die Verbesserung in Sachen Ladezeit und Stabilität versprechen. >>>Pressemitteilung

INTERNATIONAL –

Eataly: Die italienische Luxus-Lebensmittel- und Gastronomiekette will ihren Kunden in Zukunft online das volle Erlebnis ihrer Läden bieten. Der erste Schritt dahin ist das Medium Video. „Ich möchte, dass jeder Kunde jederzeit mit seinem Metzger sprechen kann, egal wo er sich befindet“, sagte Eataly-Präsident Andrea Guerra auf dem Microsoft-Event „Digital Difference in Retail“. Erster Schritt dahin ist ein Chatbot, der in Kooperation mit Microsoft entwickelt wurde. Er soll Kundenanfragen zu Produkten beantworten. Später sollen auch Mixed-Reality-Elemente hinzukommen: Interessiert sich ein Käufer beispielsweise für ein Olivenöl im Online-Shop, soll er künftig via Virtual-Reality-Brille direkt den Olivenhain besuchen können, in dem das Öl geerntet wurde. >>>Tagesanzeiger.ch

Vente Privee: Der französische Shopping-Club macht mit einem interaktiven Werbevideo Lust auf Mode. Die Nutzer haben unter www.youarethestylist.com die Möglichkeit, die Protagonisten des Spots an verschiedenen Schlüsselszenen der Geschichte selbst zu stylen. Die gezeigte Mode gibt es dann online zu kaufen. >>>Adsoftheworld.com

Wardrobe.NYC: Die Star-Stylistin und Modechefin der australischen „Vogue“, Christine Centenera, hat ihr eigenes Modelabel gelauncht und dafür auch einen Webshop kreiert. Das gesamte Website-Konzept ist vollkommen neu. Im Fokus standen Effizient und die Konzentration auf das Wichtigste – in Sachen Design und Shopping-Erlebnis. „Bei uns muss man nicht unnötig herumklicken und suchen, sondern wird direkt zum richtigen Produkt geleitet. Es gibt nur wenige Auswahlmöglichkeiten“, erklärt Geschäftspartner und Ehemann Josh Goot. Und Centenera fügt hinzu: „Wir haben ein Template entworfen, das dem Nutzer ermöglichen soll, die Kleidungsstücke sowohl am Model als auch in einem Flatlay zu sehen, Größen effizient zu wählen und schnell zum nächsten Kollektionsteil zu wechseln“. >>>Vogue.de

Ford: „Verkauft Ford in China bald Autos aus dem Automaten“, fragt das „manager magazin“. Eine Kooperation mit Alibaba könnte dies zur Realität werden lassen. Denn der chinesische E-Commerce-Riese plant für den Sommer 2018 den Start solcher Automaten. Käufer sollen per Smartphone die an den Riesenautomaten verfügbaren Fahrzeuge durchsuchen und auf einen Bezahlen-Knopf drücken können. Nach wenigen Minuten steht das gewünschte Auto dann parat. Auf dem Online-Marktplatz Tmall verkaufen aktuell bereits Volkswagen und Honda Neuwagen online. >>>manager-magazin.de

Louis Vuitton: Die Luxusmodemarke hat im Facebook-Messenger einen Chatbot gelauncht, der US-Kunden bei Online-Kauf unterstützen, sie über Modeshows informieren und ihnen Pflegetipps für gekaufte Produkte verraten soll. Mode.ai zeichnet für die Umsetzung verantwortlich. >>>Bloomberg

Amazon: In Sachen Customer Experience in der Logistik treibt Amazon einmal mehr seine Dienstleister vor sich her. Der hauseigene Logistikservice Amazon Logistics zeigt Kunden ab sofort vor der Zustellung, wo sich der Fahrer gerade befindet und informiert sie darüber, wie viele Pakete er noch vor dem eigenen ausliefern muss. >>>Tamebay

Amazon: Amazon hat in den USA ein neues Feature an den Start gebracht, dank dem Haustiere ein eigenes Profil bekommen können. Die sogenannten „Pet Profiles“ bringen den Besitzern Rabatte – und Amazon profundes Wissen über ein umsatzstarkes Segment. >>>The Next Web

Geschenkidee.ch: Mit dem Chatbot „eedi“ will der Online-Anbieter von Geschenken bei der Suche nach passenden Weihnachtsgeschenken helfen. Der virtuelle Geschenkeberater stellt präzise, aufeinander aufbauende Fragen, die den Nutzer auf lustige Weise zum perfekten Geschenk führen. >>>Handelskraft.de

Céline: Als eines der letzten Luxus-Modehäuser hat nun auch Céline sich an einen Online-Shop gewagt. Bisher mied das französische Modehaus, das zu LVMH gehört, den Onlinehandel. Nun sollen die Produkte über ein Omnichannel-Geschäftsmodell unter anderem auf der neuen Website celine.com angeboten werden. >>>Fashion United

L’Occitane en Provence: Die Kosmetikmarke erprobt in einem Laden in Toronto, wie Store-Tech Kunden mit allen Sinnen ansprechen kann. Eine Videowand, ein Wasserfall im Innenraum, künstliches Sonnenlicht und ein interaktives Hautpflege-Center sind nur einige der Highlights. >>>Location Insider

Hilton: Die Hotelkette macht das Mobiltelefon zur Schaltzentrale im Hotelzimmer der Zukunft. In den vollvernetzten Zimmern können die Gäste über ihr Smartphone die Temperatur regulieren, das Licht anschalten, die Vorhänge bewegen und natürlich den Fernseher steuern. Das ist nicht nur bequem, sondern auch hygienischer als die TV-Fernbedienung zu benutzen. >>>Fast Company

– BACKGROUND –

Virtual Reality: Ikea, Saturn, Intersport und Audi experimentieren bereits mit dem Einsatz von Virtual Reality im Handel. Schon im Frühstadium ihrer Pilotprojekte wollen sie positive Effekte erkennen können. >>>Horizont.net

Virtual Reality: Der Bundesverband Digitale Wirtschaft will Virtual- und Mixed-Reality-Systeme mit einer Wissensplattform fördern. Damit wollen sie Möglichkeiten für die professionelle Anwendung der Technik aufzeigen. >>>Heise.de

Click & Collect: Ein Produkt nicht mehr im Laden zu finden, zählt neben langen Schlangen an der Kasse zu den frustrierenden Kundenerlebnissen. Hier können Händler punkten, die online die Artikelverfügbarkeit präsentieren und per Mausklick auch gleich eine Reservierung anbieten. Das ist technisch allerdings alles andere als trivial. >>>Etailment.de

Interaction Design: Webdesigner aus aller Welt veröffentlichen regelmäßig ihre Arbeiten auf Dribble. Diese dienen nicht nur zur Präsentation der eigenen Marke, sondern auch als Inspirations-Quelle für viele andere Designer. t3n.de hat gute Beispiele zur Produkt-Präsentation, für Formulare, Buttons, Cards und vieles mehr gefunden. >>>t3n.de

Digitalisierung: Amazon, Home Depot und Walmart bieten den Kunden in den USA die umfassendste und beste digital getriebene Einkaufserfahrung. Das ist das Ergebnis des L2 Digital IQ Index. Untersucht wurden insgesamt 58 Marken. Auch auf den weiteren Plätzen tut sich was. Insbesondere bauen die Händler ihre mobilen Angebote weiterhin stark aus. >>>Location Insider

Digitalisierung am POS: Die Atmosphäre im Geschäft spielt für deutsche Konsumenten keine so große Rolle wie für Konsumenten in anderen Ländern, weiß Volker Scharnberg von Mood Media. Im Interview mit der „Absatzwirtschaft“ erklärt er, welche Impulse Unternehmen im Bereich Instore-Erlebnis auf breiter Fläche setzen sollten. >>>Absatzwirtschaft.de

Online-Schuhhändler: Beim Schuhkauf im Netz erwartet Onlineshopper in der Regel ein positives Einkaufserlebnis. So können sich Kunden meist auf eine gute Benutzerführung, eine hohe Datensicherheit und eine ausgereifte Suchfunktion verlassen. Im Bereich Produktpräsentation besteht jedoch insgesamt noch Nachholbedarf, so die Ergebnisse der heute erschienenen EHI-Studie „Onlineshop-Maturity-Index 2017 – Schuhgeschäfte“. >>>Shoez.biz

Push-Benachrichtigungen: In Zeiten, in denen E-Mail-Postfächer mit Werbenewslettern und Schnäppchen-Aufrufen überlaufen, liebläugeln immer mehr Marken und Händler mit Push-Notifications über das Smartphone. Laut einer Analyse von IBM stieg die Zahl dieser Benachrichtigungen in den USA am Thanksgiving-Wochenende gegenüber dem Vorjahr um 128 Prozent. E-Mail- und SMS-Marketing legte hingegen nur um sieben Prozent zu. Und die Schnäppchen-Alerts kamen an: Im Vergleich zu Push-Nachrichten an einem durchschnittlichen Tag stiegen die Interaktionsraten laut Zahlen von Branding Brand und Leanplum um das 2,6-fache. >>>Kontakter.de

MARKTZAHLEN –

Mobile Commerce: Der Einkauf mit dem Smartphone wird in Deutschland immer beliebter. Nutzte dafür 2014 erst jeder Fünfte das Handy, ist es mittlerweile nahezu jeder Zweite (46 Prozent), wie der Digitalverband Bitkom bei einer Befragung von 1.152 Internet-Usern ab 14 Jahren ermittelte. Besonders bei jungen Leuten wird das Smartphone sehr häufig für den Online-Kauf eingesetzt: Von den 14- bis 29-Jährigen shoppen bereits drei von vier Befragten auf diese Weise. Neun von zehn Smartphone-Shoppern holen sich zumindest gelegentlich Kaufanregungen oder recherchieren zu einem Produkt, während 87 Prozent das Handy zum Preisvergleich nutzen. Ein weiteres Ergebnis der Studie: Online-Shopping ist in Deutschland inzwischen beliebter als das Einkaufen im Laden. >>>Wiwo.de

Einkaufswelten 2017: Die Deutschen kaufen Waren gezielt dort ein, wo man ihnen die meisten Vorteile bietet – und das kann mal der stationäre Handel sein, mal ein Onlineshop. Zu diesem Ergebnis kommt die Studie ‚Einkaufswelten 2017‘ der TeamBank AG. Geht es um die Vielfalt, hat das Internet klar die Nase vorn: 74 Prozent der Befragten schätzen die größere Auswahl in Onlineshops, 57 Prozent die bessere Verfügbarkeit der dort angebotenen Waren. Mehr als die Hälfte empfinden zudem die Produktinformationen im Netz besser als im Laden. In Sachen Vertrauen ist hingegen der stationäre Handel eindeutiger Sieger. >>>Haufe.de