(Credit: Hilfiger)

Diese Woche in der Presseschau: Tommy Hilfiger klotzt mit Shop-Tech, Flixbus fokussiert auf Customer Happinez, Asos liefert in Berlin Same Day, Amazon Go legt die Kinderkrankheiten ab und Forrester Research sieht für 2018 einen Mega-Trend: Customer Experience.

– CUSTOMER EXPERIENCE –

Tommy Hilfiger: Das Modelabel zeigt in der Londoner Regent Street, wie seine Vision eines „Store of the Future“ aussieht. Über „Mix & Match Screens“ können Kunden unter anderem an virtuellen Models neue Outfits kreieren, in den smarten Umkleidekabinen werden Artikel anhand von RFID identifiziert und passende Ergänzungen vorgeschlagen. Generell verzichtet Hilfiger auf vollgestopfte Regale. Stattdessen werden die Klamotten als Einzelstücke präsentiert, die der Kunde dann über interaktive Screens in verschiedenen Farbvarianten und Größen ordern kann. >>>Location Insider

Flixbus: Der Busunternehmerschreck glaubt daran, dass sein ganzer Unternehmenserfolg auf Customer Happinez beruht. Und für die tut das Unternehmen eine Menge. Aus der Vielfalt an gesammelten Kundendaten und Insights kreiert Flixbus Personas, um Kunden genau anzusprechen und die Customer Journey auszusteuern – von E-Mail bis hin zu Facebook. >>>Lead Digital

Asos: Der britische Modeversender testet sich auch in Deutschland an Same Day Delivery heran. Anfang 2018 soll der Startschuss in Berlin fallen. Weitere Städte sollen folgen. >>>Textilwirtschaft.de

Amazon Go: Amazon scheint bei seinem Traum vom Laden ohne Kassen einen Schritt weiter gekommen zu sein. Medienberichten zufolge steht die Eröffnung des ersten Geschäfts kurz bevor. >>>Bloomberg.com

H&M: Welche Möglichkeiten Instore-Technologie dem Visual Merchandising bieten kann, zeigt der Fast-Fashion-Anbieter in New York. Dort können sich Kunden in jedem beliebigen Outfit auf einem Laufsteg präsentieren. Der Walk wird auf Bildschirmen im Store gezeigt. Die besten landen gar auf gigantischen Screens an der Außenfassade. >>>Stores-Shops.de

Zumnorde: Wie das Schuhhaus seinen Webshop in kleinen Schritten optimiert und warum es auf den großen Relaunch verzichtet, hat Etailment.de erfragt. >>>Etailment.de

Knauber: Der Baumarkt-Filialist will seinen Kunden per App hilfreiche Funktionen für den Einkauf zur Verfügung stellen. Stufenweise wird es noch 2017 eine Kundenkarte im Handy und dann Self-Scanning sowie Mobile Payment per Smartphone geben. In einer Filiale wird die App den Kunden Instore-Navigation bieten. >>>Lebensmittel Zeitung (für Abonnenten)

Williams-Sonoma: Der US-Möbelhändler hat für 112 Millionen Dollar Outward übernommen, einen Spezialisten für 3D-Scanning und Augmented Reality. Das Unternehmen hatte zuvor ein AR-Feature für die Williams-Sonoma-Tochter Pottery Barn entwickelt. >>>CNet.com

Amazon Fresh: Der Online-Supermarkt kooperiert mit Allrecipes. Wer über das Portal ein Rezept nachkochen will, kann die Zutaten dafür bei Amazon Fresh bestellen. >>>Tamebay.com

Alibaba: Der chinesische E-Commerce-Riese hat am Singles Day auch sein neues System FashionAI ausgetestet. Die künstliche Intelligenz erkennt anhand von Sensoren, welches Kleidungsstück ein Kunde mit in die Kabine nimmt und schlägt passende Outfit-Ergänzungen vor. Das System ist derzeit als kostenloses Angebot in 13 Läden in China installiert. >>>t3n.de

Verlagsgruppe Oetinger: Die Hamburger Verlagsgruppe hat einen Lizenzvertrag mit der Onleihe-Betreiberin divibib geschlossen und stellt die E-Books und digitalen Hörbücher der Verlage Oetinger, Oetinger Media, Dressler und Ellermann für die Onleihe von derzeit über 3.000 Bibliotheken in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und Italien zur Verfügung. Über einen Kaufbutton lassen sich ausgeliehene Titel beim örtlichen Buchhandel bestellen. >>>Buchreport.de

Waitrose: Die britische Supermarktkette hat für Online-Bestellungen ihrer Schwesterfirma John Lewis jetzt einen Do-it-yourself-Checkin eingeführt. Nutzer geben ihre Bestellnummer in ein iPad am Welcome Desk ein und können so die Abholzeit beschleunigen. Ist die Ware fertig zur Abholung, erhalten die Kunden einen Barcode, den die Mitarbeiter dann scannen können. 70 Prozent aller John-Lewis-Click-und-Collect-Bestellungen werden bei Waitrose abgeholt. >>>eDelivery.net

Net-a-porter: Der Online-Händler für Luxusmode überdenkt die Art und Weise, wie zum Saisonwechsel neue Kollektionen vorgestellt werden. „Die Idee, dass wir zu jedem Saisonauftakt Frauen eine neue Vision präsentieren, wer sie sein sollen, hat sich für uns überholt“, heißt es von Unternehmensseite. Die Net-Kundin sei zwar immer auf der Jagd nach Neuem, kenne aber auch ihren persönlichen Stil und suche nicht nach radikalen Veränderungen. Statt die Aufmerksamkeit auf die klassischen neuen Trends zu richten, will das Unternehmen Ideen aufgreifen, die sich über mehrere Saisons hinweg entwickelten, Produkte präsentieren, die in sozialen Medien in sind, sowie Marken in den Fokus stellen, über die auf dem Markt gerade geredet wird.  >>>WWD.com

BACKGROUND –

Retail-Trends 2018: In einer Welt der blitzschnellen Adaption, aber auch der genauso schnellen Abkehr von Trends werden sich erfolgreiche Händler 2018 mit verbissener Obsession dem Thema Customer Experience widmen müssen,  prognostiziert Forrester-Marktforscherin Sucharita Mulpuru-Kodali. Digitale und physikalische Touchpoints müssten übergangslos zusammenarbeiten – und gleichzeitig das optimieren, was jeder Touchpoint für sich am besten kann. Zudem müssten Organisationen Silos auflösen und Kundendaten zusammenführen, um zu echten Customer Insights zu gelangen. >>>Forrester.com

Conversational Commerce: Seit wenigen Tagen ist in Deutschland der Lautsprecher „Amazon Echo Show“ erhältlich, der sich über Spracheingabe steuern lässt. Doch damit Voice Commerce – das Bestellen per Spracheingabe – wirklich ins Rollen kommt, muss sich nach Einschätzung von Experten noch einiges bewegen. Nicht zuletzt Amazon selbst. >>>Neuhandeln.de

Customer Experience Index 2017: Marktforscher Forrester hat mehr als 27.000 erwachsene europäische Online-Konsumenten befragt, inwieweit ein gutes Markenerlebnis die Kundenloyalität stärkt. Das Ergebnis: Emotionen haben europaweit in fast jeder Branche einen größeren Einfluss auf die Kundenbindung als Effektivität oder Einfachheit. Welche Emotion zur Loyalität führt, ist europaweit aber unterschiedlich. In Deutschland ist ein Gefühl der Zufriedenheit wichtig. In Großbritannien zählt Wertschätzung. >>>Pressemitteilung

UX-Failures: Ellenlange Formulare, versteckte Funktionen und alle voran Autoplay von Werbung – wir mussten in den letzten zehn Jahren einiges an schlechten Userinterfaces  über uns ergehen lassen. t3n.de hat die Top UX-Fehler zusammengestellt. >>>t3n.de

User Experience: Jeder Shop-Betreiber hat ein Auge auf seine Conversion Rate und die Absprungraten. Doch neben diesen gängigen Messgrößen helfen weitere, die User Experience zu verbessern. >>>Internetworld.de

Personalisierung: Wem es als Händler gelingt, dem Kunden die Produkte anzubieten, die am besten zu seinen individuellen Wünschen passen, hat gewonnen. Das gilt online wie offline. Nur schöpfen Online-Händler nicht das Potenzial der Personalisierung aus, wie eine Langzeit-Studie verrät. >>>Etailment.de

E-Logistik: Die Auslieferung von Paketen hat für die Kundenzufriedenheit im Online-Handel mehr Bedeutung als gemeinhin angenommen. Eine Studie von Metapack zeigt: Jeder zweite Shopper lässt seinen Warenkorb stehen, wenn der Händler nicht die Lieferoptionen anbietet, die der Kunde gerne hätte. 60 Prozent wechseln den Anbieter, wenn dieser bequemere Versandoptionen offeriert. >>>CEP Research

Autohandel: Um in Zukunft überleben zu können, müssen Autohäuser viel mehr digitale Services anbieten als heute, prognostiziert Tech-Blogger Sascha Pallenberg. Konkrete Ideen, wie diese aussehen könnten, hat er auch schon. >>>KFZ-Betrieb.de

Millenials: Vergessen Sie alles, was Sie über Millenials zu wissen glauben, fordert Lucie Green, Worldwide Director of JWT Intelligence. Auf AdAge.com räumt sie mit ein paar falschen Konzepten und Stereotypen über diese Zielgruppe auf. >>>AdAge.com